Netiquette (Entwurf)

1. Vergiss niemals, dass auf der anderen Seite ein Mensch sitzt, der deine Texte liest. Stell dir diesen Menschen vor, und überlege, ob das, was du zu schreiben hast, auch wirklich für ihn lesenswert ist.

2. Alle Beiräte, Nachrücker und Beauftragten im Beirat haben sehr wahrscheinlich das gleiche Ziel bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit, nehmen vielleicht aber andere Wege dahin, oder benutzen andere Worte als du.

Bedenke immer:  Du arbeitest im Beirat für Menschen mit Behinderung stellvertretend für 1.200 Bürger*innen mit Behinderung in Potsdam und vertritts deren Interessen, Wünsche und Sorgen.

3. Verwende eine Sprache die leicht zu verstehen ist und trage Sorge, dass alle deine Mitbeiräte über die Möglichkeit verfügen, den von dir erzeugen Inhalt zu erfassen.

4. Überlege, bevor du schreibst – und lies das Geschriebene noch einmal, bevor du auf “Senden”, “Speichern” oder “Veröffentlichen” drückst.

Prüfe, ob:

– der Inhalt richtig wiedergegeben ist,

– deine Aussagen von dir belastbar bewiesen werden können,

–die Meinung deiner Mitbeiräte wiedergebenen ist oder mögliche Meinungsunterschiede dargelegt wurden,

– du die Autorität zur Veröffentlichung besitzt.

Denn gesagt ist gesagt, und gesendet ist gesendet, zurückholen ist fast unmöglich. Achte auch auf Rechtschreibung, Grammatik und Ausdruck – auch wenn es “nur” digitale Kommunikation ist, denn Fehler nerven, wenn man beim Lesen “über sie stolpert”.

5. Wenn du etwas zitierst, mache das kenntlich und verweise auf den Urheber. Es ziemt sich nicht, sich mit fremden Federn zu schmücken!  Inhalte fremder Medien sind als Verweis u.U. sinnvoll, transportieren aber nicht deine eigene Meinung. Erkläre oder umschreibe den dir als wichtig betrachteten Inhalt und lege deine Position dazu dar.

6. Bedenke, dass sich das “Du” als landläufige Anrede im deutschsprachigen Netz durchgesetzt hat und ärgere dich nicht, wenn du nicht “gesiezt” wirst.

7. Benutze keine Schimpfworte – das Internet ist zwar ein virtueller Raum, aber dennoch das reale Leben, und da soll es bitte höfflich und respektvoll in der zwischenmenschlichen Kommunikation zugehen.

8.Bedenke, dass geschriebene Worte keine Gestik und Mimik transportieren.

Also:
– drücke dich entweder eindeutig aus,

– oder nutze “Emoticons” wie z.B. einen “Zwinker-Smiley” (hier eine Übersicht).

– Übertreibe es aber nicht mit der “Emoticonisierung”! Sie sind eher für den persönlichen Chat mit der besten Freundin gedacht, bei jeglicher Form von allgemeiner Kommunikation sollte man aber das geschriebene Wort vorziehen.

9. Sei vorsichtig bei ironischen Bemerkungen – zu leicht entstehen hier Missverständnisse, denn wie bereits ausgeführt ist es schwer, geschriebenem Text eine bestimmte Intention mit auf den Weg zu geben.

10. Nutze nicht zu viele Abkürzungen. Du weißt nicht, ob dein Gesprächspartner alle versteht (die gängigsten Abkürzungen findest du hier).

11. Wenn dir jemand “blöd kommt”: nicht alles bis zum letzten digital ausdiskutieren, sondern entweder “Gras darüber wachsen lassen”, dem Seitenverantwortlichen melden oder in einem persönlichen Gespräch klären. Bedenke, dass u. U. nicht die gesamte Netzgemeinde eine persönliche Auseinandersetzung mit verfolgen möchte.

12. Verstecke dich nicht hinter der Anonymität, benutze nach Möglichkeit deinen Klarnamen und schreibe nichts, womit du dich nicht auch identifizieren kannst. Oder anders herum: wenn du das Gefühl hast, dich lieber in der Anonymität verbergen zu wollen, solltest du den Kommentar, der dich “in den Fingern juckt” vielleicht sowieso lieber bleiben lassen.

 

Weitere Regeln im gegenseitigen Umgang  <<Regeln für Versammlungen und Diskussionen>>