Nach erfolgreicher Mediation – Beirat für Menschen mit Behinderung der Landeshauptstadt Potsdam setzt seine Arbeit fort

Presseerklärung von Beirat für Menschen mit Behinderung Oktober 2021

„Nach erfolgreicher Mediation – Beirat für Menschen mit Behinderung der Landeshauptstadt Potsdam setzt seine Arbeit fort“

Der Beirat für Menschen mit Behinderung der Landeshauptstadt
Potsdam soll nach dem Willen seiner Mitglieder auch zukünftig seine Arbeit fortsetzen.

Das erklärte der amtierende Sprecher Thomas Zander.

„Nachdem der Beirat im letzten halben Jahr eine von der SVV initiierte Mediation durchgeführt hat, haben wir uns einstimmig für eine Fortführung des Beirats und gegen eine Auflösung ausgesprochen“

,

so Zander.

Die Mediation, in der interne Konflikte des Beirats aufgearbeitet wurden, fand im ersten Halbjahr diesen Jahres mit fast allen Beiratsmitgliedern statt.
Aufgrund der Corona-Pandemie konnten die Sitzungen unter erschwerten Bedingungen nur online abgehalten werden.

Zwei Beiratsmitglieder Herr Wietschel und Herr Kroll wenden ein, dass sie enttäuscht über das Ergebnis der Mediation seien.

Ihrer Meinung nach sei die einstimmig beschlossene GO von damals ein gemeinsamer Arbeitsauftrag gewesen. Sie sind dagegen, dass „Störer“ verbannt bzw. ausgeschlossen werden. ,

Beide sind mit der Zusammenfassung der Mediation nach wie vor unzufrieden, waren aber gegen die Auflösung des Beirats.

“Menschen mit Behinderungen brauchen eine starke Stimme, die sich in der Stadtpolitik für die spezifischen Belange einsetzen”,

so Zander. So fehlt noch an vielen Orten der Stadt die Barrierefreiheit für seheingeschränkte oder mobilitätseingeschränkte Menschen.

Es gibt nach wie vor zu wenige Blindenleitsysteme. Rollstuhlfahrer kämpfen vielerorts mit schlechten oder zugestellten Fußwegen.

Auch bei den Themen Pflege, inklusive Bildung und Sport ist noch viel für behinderte Menschen zu tun.

“Wir müssen schon viel früher in die Projektplanungen der Stadt mit einbezogen werden, um auf Belange für behinderte Menschen aufmerksam machen zu können”,

so Zander.

Zander wies aber auch darauf hin, dass der Beirat dringend auf neue
Mitglieder angewiesen ist, um weiter eine schlagkräftige Interessenvertretung für Menschen mit Behinderung zu sein.

„Momentan sind wir im Beirat knapp zehn Personen,
die sich aktiv einbringen“.

Das reicht nicht aus, um in allen Ausschüssen der SVV präsent zu sein.

Außerdem liegen wir damit unter der von der SVV geforderten Mindestzahl von 15 Beiratsmitgliedern.

Wir hoffen hier auch auf ein positives Signal von der Stadtverwaltung und der SVV, um neue Nachrücker ansprechen zu können“.