Serie von Rücktritten belastet Beiratsarbeit schwer

Gut 19 Monate nach Neustart des Beirats für Menschen mit Behinderung belastet eine Serie von Rücktritten die Arbeit des Beirats.

Die Mitglieder des Beirats sind ein zufälliges Spiegebild der städtischen Gesellschaft, mit allen Besonderheiten, Schwierigkeiten und unterschiedlichsten Formen von Behinderungen.

Die anfänglich gute Performance des Beirats und die positive Streitkultur, wichen nach und nach persönlichen Befindlichkeiten und einer nicht mehr sachorientierten Arbeit.

In der Folge kam es im September zum Rücktritt von Birgit Böhme aus dem Beirat und weiter zu den Rücktritten von Oloff Lange (bisheriger Schatzmeister), Alexander D. Wietschel (bisheriger stellvertretende Sprecher) und Adelheid Bode (jüngst zur neuen Protokollführerin gewählt) von den ihnen übertragenen Vorstandsfunktionen im Beirat.

Die zurückgetretenen Vorstandsmitglieder sind an einer konstruktiven Arbeit für alle Menschen mit Behinderung interessiert und werden diese in den Arbeitsgruppen weiterhin verfolgen!
Adelheid Bode

Im Zuge des damit eingetretenen Handlungsnotstandes wurden Aufgaben und Verpflichtungen des Beirats für Menschen mit Behinderung der LHP nicht mehr wahrgenommen bzw. ausgeübt.

Mit Bezug auf die Regelungen der Geschäftsordnung, musste eine außerordentliche Gesamtbeiratsversammlung einberufen werden, um die vakanten Plätze im Vorstand des Beirats wieder neu zu besetzen und die Handlungsfähigkeit wieder herzustellen.

Mitglieder des Gesamtbeirats haben sich aus der aktiven Mitarbeit zurückgezogen oder sich garnicht erst dazu bereiterklärt, weil in den Gesamtbeiratsversammlungen zu wenig über eine Gesamtplanung und über die zu erledigenden Aufgaben, sondern fast ausschließlich über persönliche Befindlichkeiten gesprochen wurde, die zwar verständlich, aber nicht zielführend für unserer Arbeit sind. Es fehlte eine sachorientierte konstruktive Leitung der Sitzungen. 

Adelheid Bode

 

Die außerordentliche öffentliche Gesamtbeiratsversammlung findet nun am 21. Oktober 2019 ab 19:00 Uhr auf dem Rathaus Campus im Haus 1 Raum 405 statt. Anmeldungen hierfür sind nicht erforderlich!

 

Die Arbeit im Beirat für Menschen mit Behinderung stellt eine extrem wichtige Aufgabe und gleichzeitige ernsthafte Verpflichtung dar!

Hier geht es um Vertrauensschutz und um die Fähigkeit, ein streitbarer Interessensverteter für alle Menschen mit Behinderung in Potsdam sein zu können.

Die sogenannte Inklusion bzw. Teilhabe ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, kein Almosen für eine Randgruppe! 

Alexander D. Wietschel

2 Kommentare

  • Vor allem an die verehrten Mitstreiter, nein korekter, verehrten Mitglieder des Beirates für Menschen mit Behinderungen der Landeshauptstadt Potsdam,

    die Probleme unseres Beirates bestehen nach meiner Meinung vor allem wegen der Egoismen einiger Mitglieder, die nur schwer zu ertragen sind und den sich daraus ergebenen persönlichen Animositäten.
    Ansonsten bitte ich, bei einer eventuellen Neuausrichtung und deren Arbeitsaufteilung zu berücksichtigen, dass es wirklich schwerbehinderten Mitstreitern unmöglich ist, viele Stunden in der Woche zu “arbeiten”.

    Das ist einer der Geburtsfehler des Beirates, der schon im Vorfeld (des Werstattverfahrens zum Neustart) der Auslosung der Beiratsmitglieder, von mehrheitlich nicht behinderten Mitbürgern unter Federführng der Stadtverwaltung, beschlossen wurde.

    Die derzeitigen Querelen innerhalb und ausserhalb des Vorstandes sind für mich nur mit Effekten zu erklären, die im Zusammenhang mit meinen vorstehende Ausführungen enstanden sind.

    Die zur Zeit bestehende Flut von Nachrichten und deren fast unendlichen Wiederholungen tragen nicht zur Lösung der derzeitigen Probleme innerhalb des Beirates bei, sondern nur zu weiterem Unverständnis und Irritation.

    Von einfacher Sprache kann schon lange keine Rede mehr sein.

    Die Einladung zur Beiratssitzung am 21.10.2019 entspricht, nach meiner Meinung, den allgemeinen rechtlichen Erfordernissen und unserer Satzung.

    Mit vielen lieben, freundlichen und friedfertigen Grüßen

    Wolfgang Kroll
    Beiratsmitglied