Bluttest werden zur Kassenleistung – auch ohne Indikation

Am 19. September beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) des Gesundheitswesens, dass vorgeburtliche Bluttests auf Trisomien wie das Down-Syndrom unter bestimmten Bedingungen kassenärztliche Leistung werden sollen.

Dabei ist der Anlass für die Untersuchung sehr offen formuliert.

Es kann davon ausgegangen werden, dass der Test zu einer Regeluntersuchung wird.

Der Vorschlag der Patientenvertreter, den Test erst nach der 12. Woche durchzuführen, um die Bestätigungsuntersuchung besser sicherzustellen, wurde abgelehnt.

Somit werden viele Frauen trotz positivem Ergebnis (wenn der Test in frühen Schwangeschaftswochen überhaupt aussagekräftig ist) nicht an geeignete Beratungsstellen vermittelt.

Der Beschluss tritt im nächsten Herbst in Kraft, wenn die Versicherteninformation fertiggestellt ist.

Aus meiner Sicht ist diese Entwicklung mit Besorgnis in Bezug auf die gesellschaftlichen und ethischen Folgen zu sehen.

Menschen mit Behinderung werden durch die Bluttests diskriminiert, da ein positiver Befund automatisch und in den meisten Fällen zur Abtreibung führt.  Manuela Kiss

… es stellen sich folgende Fragen:

Wann darf der Test angewandt werden?

Wer darf ihn anwenden ?

Auf wessen Veranlassung ?

Bekommen die betroffenen Eltern genug Aufklärung über die Aussagekraft der Tests ?

Wie wird sichergestellt, dass die betroffenen Eltern bei positivem Befund einen zeitnahen Beratungstermin bei einer geeigneten Beratungsstelle bekommen?

Diskutiert mit mir und gebt mir eure Meinungen.

 

Die Entscheidung vorgeburtliche Bluttests auf Trisomien (wie das Down-Syndrom)
unter bestimmten Bedingungen zu einer kassenärztliche Leistung werden zu lassen ...

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