Inklusionspreis und sachkundige Einwohner: Beirat verzeichnet erste Erfolge

Der Beirat für Menschen mit Behinderung der Landeshauptstadt Potsdam konnte nach der Stadtverordnetenversammlung am 7. November erste Erfolge feiern:

Zum einen soll es ab dem kommenden Jahr einen Potsdamer Inklusionspreis geben, zum anderen konnte der Beirat durchsetzen, dass jeweils zwei sachkundige Einwohnerinnen und Einwohner für die Ausschüsse der Stadtverordnetenversammlung benannt wurden.

Bisher war es üblich, nur eine Person pro Ausschuss zu entsenden.

Die Sprecherin des Beirats, Manuela Kiss, zeigt sich zufrieden:

„Beide Entscheidungen lagen uns sehr am Herzen und wir freuen uns, dass es mit der Teilhabe von Menschen mit Behinderung in Potsdam nun deutlich vorangeht. Von Beginn an traf unser Vorschlag, einen Inklusionspreis zu vergeben, auf breite Unterstützung. Gemeinsam mit dem Büro für Chancengleichheit werden wir nun an der Gestaltung und Umsetzung arbeiten.“

 

Für das Anliegen, zwei sachkundige Einwohnerinnen und Einwohner pro Ausschuss zu entsenden, musste der Beirat deutlich mehr Überzeugungsarbeit leisten, erzählt der stellvertretende Sprecher Alexander D. Wietschel:

„Obwohl wir gute Argumente hatten, gab es zunächst rechtliche und organisatorische Bedenken. Dass die Stadtverordneten nun unserer Begründung gefolgt sind, zeigt: Wer Teilhabe konsequent umsetzen will, findet auch einen Weg.“

Die Besetzung mit jeweils zwei sachkundigen Einwohnerinnen und Einwohnern ist zunächst bis zur Neuwahl der Stadtverordnetenversammlung im Mai 2019 gesichert. Gründe für die Notwendigkeit von zwei statt einer entsendeten Person ist u.a., dass der neue Beirat mit 20 Personen bewusst breit aufgestellt wurde und dieses Potenzial nun auch genutzt werden sollte. Darüber hinaus sollen sich die benannten Personen bei der umfangreichen Ausschussarbeit gegenseitig unterstützen.

Auf Initiative des Beirats hin wird die Stadtverordnetenversammlung zudem nun per Livestream in einen separaten Raum im Rathaus übertragen, um größtmögliche Barrierefreiheit sicherzustellen.

Nachholbedarf gibt es nach wie vor beim Einsatz von Gebärdensprachdolmetschern.